Impuls des Monats

Dezember 2019

 „Wenn du ein Essen gibst,
dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.
Du wirst selig sein, denn sie
haben nichts, um es dir zu vergelten.“

Lukas 14,13-14

Den zweiten Satz empfinde ich als Herausforderung. Wir kennen diesen Satz als Redensart: „Eine Hand wäscht die andere.“ Bereits bei dem Dichter Seneca wird diese Aussage belegt. Das sorgt doch für einen gerechten Ausgleich. Hilfst du mir, so helfe ich dir. Immer schön im Gleichgewicht bleiben! Eine zutiefst christliche Haltung sieht aber anders aus. Das Handeln, das Geben, das Annehmen soll geprägt sein von der Liebe: „Liebe und tu, was du willst“ (Augustinus). Die wahre Liebe ist für Augustinus die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten (caritas). Helfen, Dasein für Menschen, die nichts
haben, um es vergelten zu können; das ist die praktische Umsetzung der Nächstenliebe – ist Barmherzigkeit. Es kommt also auf meine Motivation, auf meine Beweggründe an. Was berührt mich, rührt mich an, um die Liebe zum Nächsten zum aktiven Handeln werden zu lassen?

In der Enzyklika Deus caritas est (2005) wird dies von Papst Bendedikt XVI so ausgedrückt:

„Wenn die Berührung mit Gott in meinem Leben ganz fehlt, dann kann ich im anderen immer nur den anderen sehen und kann das göttliche Bild in ihm nicht erkennen. Wenn ich aber die Zuwendung zum Nächsten aus meinem Leben ganz weglasse und nur ,fromm’ sein möchte, nur meine religiösen Pflichten tue, dann verdorrt auch die Gottesbeziehung.“

Agnes Beier

 

„Von Zeit zu Zeit“: Weltgebetstagsimpulse 2019-2020

 „Fünf Minuten. Oder eine halbe Stunde. Alleine. Oder in Gemeinschaft mit anderen.“

Die Evangelische Frauen in Baden tragen den Gedanken des Weltgebetstags und die weltweite Solidarität mit Frauen weiter in das Kirchenjahr hinein!

Dazu erstellen sie jedes Jahr ein schönes Leporello, aus dem auch unser „Impuls des Monats“ stammt.

Das Leporello kann kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden unter:

Webseite der Evangelischen Frauen in Baden - Evangelische Landeskirche Baden