Wie finden Menschen nach Krieg und Gewalt den Mut, aufeinander zuzugehen? Was geschieht, wenn Versöhnung ausbleibt, obwohl der politische Umbruch vollzogen ist? Zu diesem Thema ist die bosnisch-herzegowinische Friedensaktivistin Jadranka Miličević (Foto, © Cure Foundation) am Montag, 14. September, 18.30 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin zu Gast. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Female Times! 100 Jahre Weltgebetstag, die von der Evangelischen Akademie Berlin organisiert wird.
Jadranka Miličević ist Direktorin unserer Partnerorganisation Cure. Sie setzt sich seit dem Bosnienkrieg für Frieden und Frauen ein – während und nach den Kriegsjahren durch konkrete humanitäre Hilfe, heute mit Projekten für Versöhnung, Gleichberechtigung und gesellschaftlichen Wandel. Mehr Informationen zu Cure und zur Unterstützung durch den Deutschen Weltgebetstag gibt es hier.
Versöhnung ist kein einmaliger Akt. Sie ist ein langer, oft schmerzhafter Prozess, der Aufarbeitung, Gerechtigkeitsbemühungen und die Bereitschaft zur Begegnung voraussetzt. Zivilgesellschaftliche Gruppen, oftmals gegründet von Frauen, bemühen sich an vielen Orten darum, dass Versöhnung nicht bei politischen Abkommen stehenbleibt. Durch feministische Friedensarbeit, zivilgesellschaftliches Engagement und die Begegnung über ethnische Grenzen hinweg schaffen sie Räume, in denen Vertrauen neu wachsen kann – gegen das Vergessen und gegen die fortdauernde Logik der Trennung.
Bitte merken Sie sich auch schon die weiteren Abende der Veranstaltungsreihe vor, die beide als Online-Veranstaltungen stattfinden:
30.9.: Zwischen Überschwemmung und Dürre. Frauen im Klimawandel.
14.10.: Zwischen Betroffenheit und Widerstand. Gewalt gegen Frauen. Mit dem WGT-Partner CCCD aus Simbabwe.
Weitere Veranstaltungen sowie regionalen Werkstätten zum 100-jährigen Jubiläum des Weltgebetstags finden Sie unter Aktionen/Veranstaltungen
