Ich bin stark!

fünf Frauen lächeln in die Kamera

Im Ruhrgebiet fand ein ungewöhnlicher Studienabend zum Weltgebetstag statt.

Weltgebetstag mitten im Sommer – diese ungewöhnliche Einladung sprach am 21. Juni 2018 die „Ökumenische Initiative Weltgebetstag im Ruhrgebiet“ aus. In Kooperation mit dem kfd-Diözesanverband Essen feierte sie jedoch keinen Gottesdienst, sondern organisierte einen ungewöhnlichen Studienabend zum Weltgebetstag.

Volles Haus

Der Abend unter dem Motto „Ich bin stark! - Wir Frauen in den Weltgebetstagsländern“ richtete sich an Frauen im gesamten Ruhrgebiet, die oft schon seit vielen Jahren engagiert den Weltgebetstag vorbereiten. Fast 70 Interessierte folgten der Einladung ins Augustinus-Haus in Gelsenkirchen.

Mona Kuntze ist Delegierte im Deutschen Weltgebetstagskomitee für den Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Die selbstständige Mediengestalterin und Mutter von drei Kindern lebt in der Gemeinde Möhnesee und engagiert sich schon seit Jahren für den Weltgebetstag in Westfalen. Die Mitarbeit beim Studienabend war für Mona Kuntze von daher ein „Heimspiel“.

Weltweit verbunden - trotz aller Verschiedenheit

Sehr reflektiert erzählte sie ihren Zuhörerinnen von Begegnungen, kulturellen Verschiedenheiten und unterschiedlichen Traditionen innerhalb der Weltgebetstagsbewegung. Dabei konnte Mona Kuntze aus ihren Eindrücken und Erfahrungen als Teilnehmerin an der Internationalen Weltgebetstagskonferenz 2017 in Brasilien schöpfen. Dank ihres Vortrags wurde die Freude und Stärke sichtbar, die Frauen beim Weltgebetstag über Grenzen hinweg miteinander verbindet.

Nachdenklich stimmte alle Anwesenden die Erkenntnis, dass die Bewegung die oft ganz anderen Bedürfnisse junger Frauen ernster nehmen muss.

Viel mehr als ein Hilfswerk

Der zweite Gast in Gelsenkirchen war Cornelia Marschall, die extra aus Franken angereist war, um die Projektarbeit des Deutschen Weltgebetstagskomitees vorzustellen. Was passiert eigentlich mit den Kollekten- und Spendengeldern des Weltgebetstags? Auf diese Frage konnte Cornelia Marschall fachkundig Auskunft geben, denn schließlich ist sie in Stein bei Nürnberg als Leiterin des Projektreferates des Deutschen Weltgebetstagskomitees tätig.

„Mit ihrem sehr persönlichen und bewegenden Referat zeigte Cornelia Marschall uns, was die Stimme des Weltgebetstags im Chor aller, die entwicklungspolitische Arbeit leisten, so einmalig und unverwechselbar macht“, berichtet Mitorganisatorin Irmentraud Kobusch.

„Der Weltgebetstag ist kein Hilfswerk und auch keine Spenden-Einwerb-Organisation, sondern eine Bewegung, bei der Spiritualität und Beziehung auf Augenhöhe die Beweg-Gründe sind, die Frauen weltweit miteinander verbinden, stärken und zu solidarischem Handeln und Teilen anstiften.“

Neue Impulse

Die Zuhörerinnen in Gelsenkirchen entdeckten, dass sich so auch ihre eigene Sicht der Welt und das eigene Leben verändern können. „Dieser Abend schenkte uns viele Impulse für die Weltgebetstagsarbeit in den Städten des Ruhrgebiets“, resümiert Irmentraud Kobusch zufrieden, „und neben den beeindruckenden Beiträgen von Mona Kuntze und Cornelia Marschall, gab es ausreichend Gelegenheit zum Austausch untereinander und zum Singen von Weltgebetstags-Liedern.“

 

Foto: Mona Kuntze und Cornelia Marschall (2. u. 3. v.l.) zu Besuch bei der „Ökumenischen Initiative Weltgebetstag im Ruhrgebiet“ © Barbara van de Lücht/kfd-Essen