Weltgebetstag Kuba 2016 – Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf

Weltgebetstag Kuba 2016 - Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf

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Woher kommt der Begriff „Weltgebetstag“?

Im Jahr 1927 wurde der Gebetstag von ökumenischen Frauen in den USA und Kanada erstmals als ein weltweiter Gebetstag ausgerufen. Damals gab es bereits in Ländern wie Japan, Korea oder Syrien den Weltgebetstag. Und auch methodistische Frauen in Deutschland haben schon 1927 Weltgebetstag gefeiert. Zwei Jahre später wurde er bereits in 30 Ländern gefeiert.

Heute feiern Menschen in allen Weltregionen, in über 100 Ländern, den Weltgebetstag.

Seit wann gibt es den Weltgebetstag?

Als Bewegung ist der Weltgebetstag bereits vor über 100 Jahren in den USA und Kanada entstanden. Dort haben Frauen in der äußeren und der inneren Mission ökumenische (also konfessionsübergreifende) Gebetstage veranstaltet.

1927 wurde dann erstmalig ein weltweiter Gebetstag gefeiert.

Seit wann gibt es den Weltgebetstag in Deutschland?

In Deutschland beteiligen sich ab dem Jahr 1927 bereits methodistische Frauen an den Gottesdiensten zum Weltgebetstag. Das Jahr 1949 wurde dann zur eigentlichen „Geburtsstunde“ der Bewegung in Deutschland.

In Stein in der Nähe von Nürnberg wurden 1949 erstmals in großer Auflage Gottesdienstordnungen gedruckt. Diese wurden deutschlandweit verschickt. Die Auflage lag damals bereits bei 10.000. Zum Vergleich: Heute werden in Deutschland über 700.000 Gottesdienstordnungen jährlich gedruckt.

Im Jahr 2009 feierte die Weltgebetstagsbewegung in Deutschland ihr 60-jähriges Jubiläum.

Was sind die Ziele des Weltgebetstags?

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Bei den Gottesdienstfeiern zum Weltgebetstag sind Menschen über Konfessionsgrenzen und über Ländergrenzen hinweg miteinander in Verbindung.

Das Motto der Weltgebetstagsbewegung heißt  „Informiert beten, betend handeln“:

„Informiertes Beten“ findet statt, wenn der Gottesdienst der Frauen aus einem anderen Land gefeiert wird. Die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher erfahren viel über das Leben von Frauen in anderen Ländern und darüber wie Frauen dort die Bibel lesen und deuten.

„Betendes Handeln“ bedeutet – im Gedanken an diese christliche, schwesterliche Solidarität –  miteinander Gaben auszutauschen. Das können Engagement und Zeit sein, aber auch materielle Güter. Die Leitsätze für den Weltgebetstag finden Sie in unserem Downloadcenter. Sie stammen von der Internationalen Weltgebetstags-Konferenz in Kanada im Jahr 2007.

Wer ist die Zielgruppe des Weltgebetstags?

Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag wird von Frauen verschiedener christlicher Konfessionen verfasst. Frauen sind es auch, die diese Gottesdienste in den Gemeinden vor Ort vorbereiten. Sie sind unterschiedlichen Alters, gehören unterschiedlichen Konfessionen an, haben verschiedene Biographien und ganz vielfältige Interessen.

Einige Frauen sind zum Beispiel in der Eine-Welt-Arbeit aktiv oder interessieren sich für globale gesellschaftspolitische Fragen. Andere beschäftigen sich gerne intensiv mit biblischen Texten. Wiederum andere machen Musik oder probieren gerne Rezepte aus anderen Ländern aus. Und das sind nur einige Beispiele, warum Frauen in den Weltgebetstaggruppen vor Ort aktiv sind.

Zu den Weltgebetstags-Gottesdiensten, die sie vorbereiten, sind dann alle eingeladen: Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder!

Wer ist zum Weltgebetstag eingeladen?

Zu den Gottesdiensten zum Weltgebetstag sind alle eingeladen: Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder.

Wer kann beim Weltgebetstag mitmachen?

Der Weltgebetstag ist eine Bewegung, die sich ständig erneuert und „in Bewegung bleibt“. Neue Frauen sind immer willkommen! Mehr Informationen und Kontaktadressen liefert der Menüpunkt Mitmachen.

Wie finde ich einen Gottesdienst / eine Gruppe zum Weltgebetstag in meiner Nähe?

Wenn Sie sich über Weltgebetstagsteams und -gottesdienste in Ihrer Nähe informieren möchten, dann können Sie dies z.B. in Ihren örtlichen Kirchengemeinden, bei den regionalen kirchlichen Frauenverbänden oder bei den Mitgliedsorganisationen des Deutschen Weltgebetstagskomitees tun.

Eine weitere Möglichkeit ist die Suche über das Online-Angebot wegweiser-gottesdienst oder die Kontaktaufnahme mit den Weltgebetstagverantwortlichen in den Regionen

Kontaktadressen liefert der Menüpunkt Mitmachen.

Wie viele Menschen sind in der WGT-Bewegung in Deutschland aktiv?

In Deutschland sind in der Weltgebetstagsbewegung etwa eine Million Menschen engagiert - sei es in den Vorbereitungsteams, als Gottesdienstbesucherin und -besucher oder als Teilnehmende bei anderen Veranstaltungen rund um den Weltgebetstag. Genaue Zahlen sind schwer zu ermitteln. Der Weltgebetstag wird in Deutschland in zahlreichen Gemeinden gefeiert: ob Dorf oder Großstadt, ob Norden, Süden, Osten oder Westen.

Was ist der „Weltgebetstag für Kinder und Jugendliche“?

Auch in der Kinder- und Jugendarbeit werden mittlerweile in ganz Deutschland Weltgebetstage gefeiert: Sei es im Rahmen einer Kinderbibelwoche, des Konfirmations- oder Firmungsunterrichts oder im Religionsunterricht.

Dazu wird mit den „Bausteinen Kindergottesdienst und Jugendarbeit“ auch ein eigenes Material herausgegeben. Mehr Informationen liefert der Menüpunkt Kinder und Jugendliche.

Wer schreibt den Gottesdienst zum Weltgebetstag?

Eine Besonderheit am Weltgebetstag ist, dass der Gottesdienst jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird.

Der Gottesdienst 2016 stammte von christlichen Frauen aus Kuba. Den Gottesdienst zum Weltgebetstag 2017 haben Christinnen der Philippinen verfasst. In den Jahren 2018 und 2019 sind dann das südamerikanische Surinam bzw. das europäische Slowenien an der Reihe. Die Gottesdienste stammen also von Frauen aus ganz unterschiedlichen Weltregionen und mit verschiedenen Hintergründen.

Es ist jedes Jahr spannend, zu sehen:

Wie nähern sich die Frauen einem biblischen Thema aus ihrem eigenen Blickwinkel heraus an?

Welche Schwerpunkte setzen sie in ihrem Gottesdienst ?

Was berichten sie uns über ihren Alltag und ihr Land?

Wer entscheidet, aus welchem Land der Weltgebetstag kommt?

Die Gottesdienstländer und -themen werden bei den internationalen Weltgebetstags-Konferenzen aus zahlreichen Vorschlägen aus aller Welt festgelegt. An den internationalen Konferenzen nehmen Vertreterinnen aus allen Regionen der Welt teil. Diese Konferenzen finden ca. alle vier Jahre statt. Die letzten internationalen Konferenzen waren 1999 in Südafrika, 2003 in England, 2007 in Kanada und im Juni 2012 in den USA. Die nächste Konferenz findet im August 2017 in Brasilien statt.

Ob ein Land wirtschaftlich arm oder reich ist, spielt bei der Auswahl der künftigen Weltgebetstagsländer keine Rolle. So waren zum Beispiel im Jahr 1992 Deutschland, Schweiz und Österreich gemeinsam Schwerpunktländer des Weltgebetstags. Frauen aus den drei Ländern schrieben damals gemeinsam die Gottesdienstordnung „In Weisheit mit der Schöpfung leben“.

Für nähere Informationen siehe: WORD-Dokument "Weltgebetstag 2013 aus Frankreich: Wer entscheidet, welche Länder WGT-Länder werden und warum?"

Was waren die Themen und Länder der letzten Weltgebetstage?

Unter Weltkarte finden Sie eine Übersicht aller Länder und Themen der Weltgebetstage von 1964 bis 2021.

Auf einer interaktiven Karte können Sie dort entdecken, welches Land bereits Schwerpunktland des Weltgebetstags war oder welche Länder und Themen als Nächste „an der Reihe sind“.

Wann ist der nächste Weltgebetstag?

Der nächste Weltgebetstag findet am Freitag, den 2. März 2018, statt.

In welchem Land wurde der nächste Weltgebetstag vorbereitet?

Der Weltgebetstag 2018 wurde von Frauen aus dem südamerikanischen Suriname vorbereitet. Er wird am 2. März 2018 in vielen ökumenischen Gottesdiensten rund um den Erdball gefeiert.

Was bedeutet das Logo des Weltgebetstags?

Das Logo des Weltgebetstags symbolisiert Menschen, die aus allen Himmelsrichtungen zum Beten und Feiern zusammen kommen. Sie bilden eine Gemeinschaft.

In dem angedeuteten Kreis erkennt man die Erde. Ein lebendiges Kreuz entsteht. Es zeigt sich so, dass wir unsere Welt im gemeinsamen Beten und durch solidarisches Handeln gestalten.

Das Zeichen wurde von den Frauen aus Irland 1982 für den Weltgebetstag entworfen. Sie nannten es damals „Die Welt im Gebet“.

Was ist das Besondere an einem Gottesdienst zum Weltgebetstag?

Gottesdienste zum Weltgebetstag haben viele Besonderheiten.

Eine Basisbewegung von Frauen

Ein besonderer Aspekt ist, dass sie von Frauen in den Gemeinden vorbereitet und durchgeführt werden. Der Weltgebetstag ist eine Basisbewegung!

Das eigene Leiten eines Gottesdienstes ist oft ein wichtiger Schritt zu mehr Teilhabe von Frauen am geistlichen Leben. Hier liegt eine große Chance für die Zukunft, dass die Stellung von Frauen in den Kirchen stetig verbessert wird.

Gelebte Ökumene: Über Konfessionsgrenzen hinweg!

Außerdem sind die Gottesdienste zum Weltgebetstag ökumenisch. Das bedeutet, dass sie gemeinsam von Frauen unterschiedlicher Konfessionen vorbereitet und von Menschen aus unterschiedlichen Konfessionen gefeiert werden.

In vielen Gemeinden haben Frauen so die Ökumene vor Ort aufgebaut. Für viele ist der Weltgebetstag die erste Zusammenarbeit mit Menschen anderer Konfessionen. Aus der gemeinsamen Gottesdienstvorbereitung sind oft weitere ökumenische Initiativen, wie z.B. Gesprächskreise oder regionale ökumenische Kirchentage, entstanden.

Weltweite Solidarität: Über Ländergrenzen hinweg!

Der Weltgebetstag ist eine weltumspannende Bewegung. Jedes Jahr wird seine Gottesdienstordnung von Frauen aus einem anderen Land der Erde verfasst und in zahlreichen Ländern der Erde vorbereitet.

Am Weltgebetstag selbst wandert dann ein Gebet um die Welt: Wenn in einem Teil der Welt schon Gottesdienst gefeiert wird, schlafen die Menschen woanders noch, und wenn sich diese Menschen dann zum Weltgebetstag in ihrer Gemeinde aufmachen, wünschen sich die Menschen anderswo bereits eine Gute Nacht. 

Wofür wird die Kollekte eingesetzt?

Über die Verwendung der Kollekten entscheiden die Weltgebetstagskomitees in den einzelnen Ländern eigenständig.

Der Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V. verwendet den Großteil der Kollekten für Frauenprojekte und Mädchenprojekte in aller Welt. Das sind hauptsächlich Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Ost- und Südosteuropa. Der Weltgebetstag hat 2016 insgesamt 54 Frauenprojekte in 24 Ländern weltweit gefördert. Aber auch die Weltgebetstagsarbeit in Deutschland und weltweit wird unterstützt.

Detaillierte und anschauliche Informationen zur Kollektenverwendung finden sich in unserem Jahresbericht: Jahresbericht 2016 (PDF)

Wohin geht meine Kollekte?

Die genauen Kollekteneinnahmen der Gottesdienste zum Weltgebetstag in Deutschland und ihre Verwendung können jedes Jahr im „Jahresbericht“ nachgelesen werden. Dort sind die genauen Erträge und Aufwendungen des jeweiligen Jahres aufgeschlüsselt.

Den aktuellen „Jahresbericht“ können Sie kostenfrei herunterladen unter: Jahresbericht 2016 (PDF)

Wie engagieren sich Menschen beim Weltgebetstag („betend handeln“)?

Beten und Handeln für eine gerechte Welt: Das gehört beim Weltgebetstag untrennbar zusammen.

Beim Weltgebetstag beschäftigen sich Menschen mit globalen Fragestellungen, seien es Umweltschutz, Ernährung, gerechtes Wirtschaften oder Gewalt gegen Frauen und Mädchen. So entsteht die Bereitschaft, auf globaler und lokaler Ebene Verantwortung zu übernehmen.

Im globalen Kontext geschieht dies vor allem durch die Förderung der Projektarbeit zum Weltgebetstag. Bereits im Jahr 1960 wurde die Frauenschule in Mindolo / Sambia (das damals Nordrhodesien hieß) mit der Kollekte zum Weltgebetstag aus Deutschland unterstützt.

Im lokalen Kontext werden zum einen die eigenen Lebensgewohnheiten hinterfragt (Unterstützung „fair-gehandelter“ Lebensmittel, kritische Sicht auf die eigene Konsumhaltung).

Zum anderen melden sich Engagierte beim Weltgebetstag auch immer wieder politisch zu Wort. Ein Beispiel sind die Weltgebetstagsfrauen, die 1980, nach dem Weltgebetstag aus Thailand, eine Beratungsgruppe für Zwangsprostituierte in Frankfurt/Main initiiert haben. Oder die zahlreichen Protestkampagnen mit Postkarten, beispielsweise 2008 gegen „Gift im Urwald“ in Guyana. Bildungsveranstaltungen und Materialien zum Weltgebetstag geben hier nur Anregungen. Die Initiative und die oft kreative Umsetzung liegen dann immer bei den Menschen vor Ort.

Wer sind die Mitglieder des Deutschen Weltgebetstagskomitees?

Der Weltgebetstag der Frauen - Deutsches Komitee e.V.  (WGT e.V.) wird von Frauenorganisationen und -verbänden christlicher Kirchen getragen. Mitglieder des Komitees sind zurzeit 12 kirchliche Frauenverbände und -organisationen aus 9 verschiedenen Konfessionen. Der Sitz der Geschäftsstelle des WGT e.V. ist in Stein bei Nürnberg. Eine Auflistung der Mitgliedsorganisationenfinden Sie unter: Organisation in Deutschland.


Wozu gibt es überhaupt ein Deutsches Weltgebetstagskomitee? Was sind seine Aufgaben?

  • Das Komitee unterstützt den Weltgebetstag als Basisbewegung - also die vielen regional und lokal engagierten Frauen -  indem es eigene Tagungen und verschiedene praxisbezogene Arbeitsmaterialien entwickelt.
  • Darüber hinaus werden Anregungen und Ideen aus den Regionen im Komitee zusammengetragen.
  • Das Komitee verantwortet die Übersetzung des WGT-Gottesdienstes ins Deutsche, die Herausgabe und Verbreitung der WGT-Liturgie.
  • Der Weltgebetstag ist eine internationale Bewegung und jedes Nationalkomitee ist selbst für die Verwendung der Kollekte aus den Weltgebetstagesgottesdiensten verantwortlich. Der größte Teil der Kollektengelder aus Deutschland wird für Frauenprojekte weltweit verwendet. Das Komitee entscheidet über die Verwendung der Kollekte, d.h. darüber, welche Projektanträge bewilligt werden. Damit unterstützt es den Weltgebetstag bei der Förderung des Verständnisses für nachhaltige, frauenstärkende und geschlechtergerechte Entwicklungszusammenarbeit.
  • Darüber hinaus steht es im engen Kontakt und Austausch mit dem internationalen WGT-Komitee und den anderen nationalen WGT-Komitees.